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Intarsie
Die Bezeichnung Intarsie stammt von den italienischen Begriffen tarsia bzw. intarsia ab, welche ihrerseits auf das Verb intar-siare (dt.= "einlegen") zurückgehen. Es handelt sich dabei um eine Dekorations- technik, bei der auf einer planen Ober-fläche verschiedene Hölzer so in- oder aneinander gelegt werden, dass wieder eine ebene Fläche entsteht, die aber nun verschiedenfarbige und unterschiedlich strukturierte Einschlüsse enthält. Das Trägermaterial erfährt dabei keine plas- tische Ausformung (Ausnahme: Relief-intarsie im 16. Jh.), da die eingelegten Holzstückchen bündig mit der Oberfläche abschließen.
Ursprünge
Bereits die ältesten bekannten Hoch-kulturen kannten Techniken zur Ver-zierung von Holzgegenständen. Die wenigen erhaltenen Funde zeigen eine beachtliche Fertigkeit der jeweiligen Künstler. Zu den ältesten bekannten Gegenständen zählt dabei ein mit Einlege-arbeiten verzierter Zedernholzsarg aus dem Ägypten der 12. Dynastie (etwa 2012-1792 v.u.Z.). Geschmückt wurden auch Toilettengerät, Sitze und andere Möbel, zur Anwendung kamen dabei neben Glaspaste auch Elfenbein und fremdländische Hölzer, wie z.B. Ebenholz aus Äthopien. Die verwendeten Dekor-ationstechniken waren ebenso vielfältig wie die Materialien und umfassten neben der reinen Holzintarsie auch Inkrusta-tionen und Gravuren. Auf der Krim wurde beispielsweise graviertes und farbig bemaltes Furnier vom Ende des 5. Jh. v. u. Z. gefunden. Hauptmerkmal aller dieser Techniken ist, dass die entsprech-end verzierten Objekte eine weitgehend ebene Oberfläche aufweisen. Das ist nicht nur praktisch für den Gebrauch, sondern verleiht den Gegenständen auch eine edles, dezent-elegantes Aussehen. Plinius d. Ä. (23-79 u.Z.), schreibt im 16. Buch seiner berühmten Naturgeschichte deswegen sogar, dass mit dem "Belegen der Hölzer" die Zeit des Luxus begann.
Islam und Europa
Im Mittelalter kam die Intarsienherstel-lung in Europa wahrscheinlich vollständig zum Erliegen. Zwar wurden Einlege-arbeiten in Stein, besonders berühmt sind die Werke der Cosmaten, in Gold-schmiedearbeiten oder bei Mosaiken weiter ausgeführt. Holz blieb jedoch unverziert oder wurde auschließlich mit Schnitzereien versehen. Es brauchte den Anstoß von außen, damit erst in Spanien, dann in Italien, die Intarsia zu einer einzig- artigen Blüte gelangte.
Nach strenger Definition - im täglichen Sprachgebrauch jedoch nicht durchsetz- bar - dürfen nur Einlegearbeiten aus Holz, nicht aber Metall, Schildpatt, Perlmutt oder Stein als Intarsien bezeichnet werd-en. Letztere zählen zu den Inkrustationen, von denen (Holz-)Intarsien ebenfalls nur eine Untergruppe darstellen. Wenn auch bei (Holz-)Intarsien andere Materialien, wie z.B. Metallnägel, Leim oder Firnis hinzukommen können, so ist die Holz-sichtigkeit des Materials entscheidend.
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In anderen Ländern, wie beispielsweise Japan, war diese Dekorationstechnik ohne Unterbrechung ausgeübt und weiterentwickelt worden (Die in Japan und China beliebte Technik, Perlmutt, Korallen, Schmucksteine und (Edel-) Metall in gelacktes Holz oder Elfenbein einzulegen, heißt übrigens Shibayama). Für Europa sollte aber der vom Islam geprägte Raum in dieser Hinsicht be- sonders wichtig werden. Mit der Erob-erung Spaniens brachten die Mauren auch ihre Kunst und Kultur mit auf die iberische Halbinsel, von wo sie über Handelsverbindungen in andere Gebiete gelangen konnte. Der in Cordoba ge-fertigter Sitz für eine Moschee im heutig- en Marokko ist genau in der selben Technik gefertigt, wie das Lesepult im Dom von Orvieto in Italien und zeigt deutlich diese Verbindung. Mit den ent-sprechenden Techniken wurde vermutlich auch der Begriff tarsi aus dem Arabisch-en übernommen. (Weiter auf Seite 2)
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