Im "Alten Orient", einem klimatisch
gün-stigen Gebiet zwischen dem Mittelmeer, dem Persischen Golf und den arabischen
Wüsten, siedelten sich im 8. und 9. Jahr-tausend v. Chr. erste autarke Bauern
an. Um 7700 v. Chr. bildete sich eine ses-shafte Agrargesellschaft heraus.
Die ält-esten Städte der Welt, Jericho (8000 v. Chr.) und Çatal Hüyük (7000
v. Chr.) entstanden hier.
system,
das von so genannten Priester-fürsten organisiert wurde. Die Priester-fürsten
regierten das Land und führten die Tempelwirtschaft ein. Ende des 4. Jahr-tausends
v. Chr. bildeten sich größere Städte, die für eine effektivere Bewäs-serung
des Landes sorgten. Die Städte wurden immer wohlhabender, Handwerk und Handel
gewannen immer mehr an Bedeutung. Die Siedlungen behielten ihre Selbständigkeit,
ein einheitliches Reich gab es zu dieser Zeit nicht. Die steigend-en Anforderungen
an die Organisation der Tempelwirtschaft bedingten die Ent-wicklung einer Schrift.
Um 2700 v. Chr. wurde die Keilschrift zur Vollendung ge-führt. Zunächst diente
die Schrift nur der Buchhaltung. Weitere Erfindungen, die für die Wirtschaft
entscheidende Bedeutung hatten, waren das Rad und die Töpfer-scheibe. Die wichtigste
Stadt der Sumer-
er war Uruk, die Stadt Gilgameschs. Der Epos dieses Helden
gilt als erstes liter-arische Dokument der Menschen. Ab 3000 v. Chr. wanderten
Nomaden aus dem Norden in das südliche Mesopo-tamien ein. Die sumerische Königsliste,
die auch von einer Sintflut berichtet, do-kumentiert diese Wanderungen durch
das Auftauchen semitischer Namen.